FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Montag gestiegen
und hat sich über der der Marke von 1,29 US-Dollar etabliert. Die
Gemeinschaftswährung wurde mit 1,2937 Dollar gehandelt. Die Europäische
Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,2931 (Freitag:
1,2897) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7733 (0,7754) Euro.
'Der Eurokurs wird durch die zuletzt verbesserten Konjunkturaussichten in
der Eurozone gestützt', sagte Stephan Rieke Devisenexperte bei der BHF-Bank. Die
Konjunkturdaten aus der Eurozone hätten zuletzt überwiegend positiv überrascht.
Hier sei vor allem der am Freitag veröffentlichte und deutlich besser als
erwartet ausgefallene Ifo-Geschäftsklimaindex zu nennen.
'Das Bild in den USA hingegen war zuletzt jedoch überwiegend durch
Enttäuschungen geprägt', sagte Rieke. Hier zeichne sich eher eine
Konjunkturabkühlung ab. Daran hätten auch die im Juni gestiegenen Verkäufe neuer
Häuser nichts geändert, da der Wert im Vormonat noch auf ein historisches Tief
gefallen sei. 'Der für die Konjunktur wichtige Häusermarkt in den USA bleibt
angeschlagen.' Der am Freitagabend veröffentlichte Bankenstresstest für Europa
habe den Devisenmarkt nicht nachhaltig beeinflusst, da er im Rahmen der
Erwartungen ausgefallen sei, sagte Rieke.
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen
Euro auf 0,83425 (0,8327) britische Pfund , 112,31 (112,48)
japanische Yen und 1,3574 (1,3488) Schweizer Franken
fest gelegt. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit
1.183,50 (1.190,50) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 29.330,00
(29.530,00) Euro./jsl/he