FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Dienstag
zeitweise auf den höchsten Stand seit elf Wochen gestiegen. In der Spitze
kletterte der Euro bis auf 1,3045 US-Dollar. Die Gemeinschaftswährung fiel
zuletzt etwas zurück und wurde mit 1,2983 US-Dollar gehandelt. Die Europäische
Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3033 (Montag:
1,2931) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7673 (0,7733) Euro.
'Der Euro profitiert weiter von den zuletzt eher guten Nachrichten aus der
Eurozone, während die US-Konjunkturdaten weiterhin eher enttäuschten', sagte
Ulrich Wortberg, Devisenexperte von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). So
hatte sich das vom privaten Forschungsinstitut Conference Board erhobene
US-Konsumklima im Juli stärker als erwartet eingetrübt. Der Indikator sank von
54,4 Punkten im Vormonat auf 50,4 Punkte und erreichte damit den niedrigsten
Stand seit Dezember 2009. 'Vor allem der schwache Arbeitsmarkt hat das
Konsumklima belastet', sagte Wortberg.
In Deutschland hingegen verbesserte sich das Konsumklima der Gesellschaft
für Konsumforschung (GfK) gestützt durch die positive Arbeitsmarktlage deutlich.
Zudem hatte sich Spanien erfolgreich und zu sinkenden Refinanzierungskosten am
Kapitalmarkt refinanziert. Der Euro profitiere von der gestiegenen
Risikoneigung. Wortberg erwartet weitere Kursgewinne für den Euro, da die
US-Konjunkturdaten auch in den kommenden Tagen eher enttäuschen sollten.
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen
Euro auf 0,83820 (0,83425) britische Pfund , 113,79 (112,31)
japanische Yen und 1,3775 (1,3574) Schweizer Franken
festgelegt. Die Goldpreise gingen angesichts der gestiegenen Risikoneigung
weiter zurück. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag
mit 1.168.00 (1.183,50) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 29.100,00
(29.330,00) Euro./jsl/he/nmu